Die Entstehung unserer Schule

Als am 08.07.1999 der Schule für Geistigbehinderte in Quedlinburg der Name "SINE-CURA-Schule" verliehen wurde, hatten alle Mitarbeiter, Angehörige und Freunde der Einrichtung eine aufregende Zeit hinter sich. Vor der politischen Wende, gab es für geistig und körperlich schwer- und schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche keine Möglichkeit, an einer staatlichen Bildungsstätte unterrichtet zu werden. Nur durch den aufopferungsvollen Einsatz einiger Weniger, meist Betroffener, kam die Bildungs- und Erziehungsarbeit Geistigbehinderter in Quedlinburg in Gang.

 

Eine "Tagesstätte für schulbildungsunfähige, aber förderungsfähige Kinder und Jugendliche" war die erste Heimstatt fürall die Kinder, die durch das grobe Raster der sozialistischen Volksbildung gefallen waren. 1991 wurde diese Tagesstätte zur "Schule für Geistigbehinderte" und ermöglichte es nun allen Kindern und Jugendlichen, unabhängig vom Schweregrad ihrer Behinderung, eine Schule zu besuchen.

 

Im Laufe der nächsten Jahre entwickelte sich die Schule zu einer Einrichtung, in der alles getan wurde, um in Unterricht und Therapie die Möglichkeiten für die individuelle Förderung eines jeden Einzelnen auszuloten und konsequent umzusetzen. Diese Zeit war geprägt von vielen Bemühungen und Fortschritten, aber auch Rückschlägen, immer mit dem Ziel, die uns anvertrauten Schüler in ihrer Entwicklung positiv zu begleiten.

 

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Es zeigte sich aber zunehmend, dass der Titel "Schule für Geistigbehinderte" die Schüler und die Arbeit nicht mehr fassen konnte. Vieles hatte sich verändert - besonders die Kinder und Jugendliche mit ihren Förderbedürfnissen. Deshalb entschieden wir uns für den Namen "SINE-CURA-Schule" (lat: sine cura - ohne Sorge) und orientierten uns damit an der Daseinsweise unserer Schüler und meinten die Sorglosigkeit, die Unbekümmertheit und Zufriedenheit, mit der sie täglich die Schule besuchen.


"SINE-CURA - sorglos lernen" - mit diesem Leitgedanken können wir all unseren Schülern mit den vielen unterschiedlichen Entwicklungen und Behinderungen, aber auch unseren vielfältigen Lern- und Förderangeboten gerecht werden.

 




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