Über unser Medienkonzept

In unserer modernen Gesellschaft ist die Nutzung digitaler Medien längst ein zentrales Element unserer Lebenswirklichkeit geworden. Digitale Medien sind in unserem Leben allgegenwärtig. Eine Schule, die auf das Leben vorbereitet, muss in ihrem Unterricht die Realität der modernen, medialen Gesellschaft berücksichtigen, einbinden und leben.

 

Die mediale Lebenswelt der Lernenden

  • ermöglicht zum einen Teilhabe durch und mit digitalen Medien,
  • fordert zum anderen ein verändertes gesellschaftliches Verständnis, um „Nähe zu Menschen“ durch Social-Medien neu zu begreifen und
  • stellt die Schule von heute vor neue Kernaufgaben, wie z.B. die Entwicklung von Fähigkeiten, um den Informationsüberfluss zu filtern bzw. um Informationen bewerten und einordnen zu können. 

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages modernes lernen Borgmann GmbH & Co. KG (Schreibtanz).

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Wir haben an der Schule ein Lernsystem entwickelt, bei dem sich Lernende, Lehrende, Technik, Organisation und Fortbildung wechselseitig bedingen. Dabei setzen wir auf korrespondierende Systeme, damit Kommunikation und Zusammenarbeit auch auf der technischen Ebene zwischen Schülern und Lehrern sowie untern den Schülern selbst stattfinden kann. Lernen mit, durch und über digitale Medien erfolgt auf unterschiedlichen Ebenen - von der assistiven Unterstützung bis hin zum Einsatz digitaler Medien im Alltag. Die digitalen Medien ermöglichen dem Lehrer einen strukturierten, effizienten, auf den einzelnen Schüler mit seinen individuellen Lernbedürfnissen ausgerichteten Unterricht.


Teilhabe und ein guter Unterricht, der mit digitalen Medien noch besser individualisiert werden kann, sind zentrale Aufgaben unserer Schulform.


Im Mittelpunkt der Arbeit an der Förderschule für Geistigbehinderte steht die Lebenspraxis. Digitale Bildung ist an der Schule fester Bestandteil des Schulprogramms. Die Orientierung auf die reale Lebenswelt schließt die Nutzung digitaler Medien in allen Lernbereichen und Klassenstufen ein:

  • Unterstützung zum Lösen von Aufgaben,
  • direktes Feedback,
  • Merkhilfen und Möglichkeit der häufigen Wiederholung,
  • Unterstützte Kommunikation,
  • Unterstützung beim inhaltlichen Lernen,
  • Lernen auf mehreren Ebenen,
  • Möglichkeit der Teilnahme am Unterricht für Schüler, die nicht zur Schule kommen können,
  • Vernetzung untereinander,
  • Information, Kommunikation und Dokumentation,
  • Reflexion von Wirkung und Nutzen (Medienkompetenz).

 

An der SINE-CURA-Schule lernen Schülerinnen und Schüler mit sehr unterschiedlichen kognitiven Beeinträchtigungen, mit Handicaps in der Feinmotorik, Wahrnehmung und auch der Kommunikation. Die Handhabung von Notebooks, Tastaturen und Touchpads sind für sie oft nur eingeschränkt möglich. Um auch dieser Schülergruppe praktische Lernerfahrungen mit modernen Medien zu ermöglichen, setzen wir iPads im Unterricht zur assistiven Unterstützung, als Lernmittel und als Werkzeug ein. Durch ihre intuitive, einfache Handhabung bieten sich iPads in ganz besonderer Weise für den Einsatz an der Förderschule für Geistigbehinderte an.


Der Unterricht an der Förderschule für Geistigbehinderte ist auf Grund der behinderungsspezifischen und sehr heterogenen Lernausgangslagen offen, differenziert und schülerorientiert. Individualisierung und Lernen mit digitalen Medien sind zwei Möglichkeiten, die an der Schule miteinander kombiniert werden, um Unterricht noch besser zu gestalten. Mit der Anton-App und der WorksheetGo-App z.B. kann die Lehrkraft in der Vorbereitung des Unterrichts das digitale Lernangebot den individuellen Förderbedarfslagen der Schülerinnen und Schüler so anpassen, dass die Schülerinnen und Schüler im Unterricht nur noch einen QR-Code mit ihrem iPad scannen müssen, um dann mit den für sie zugeschnittenen Lernangeboten strukturiert und effizient arbeiten können.

 

Das Lehrpersonal verfügt über sehr unterschiedliche persönliche Zugänge zu den digitalen Medien. Es gibt an der Förderschule für Geistigbehinderte keine IT- bzw. Informatiklehrkräfte. Hier gilt das Prinzip des „Lebenslangen Lernens“. Kontinuierliche Fortbildungen (seit 2015 fest im Haus verankert), persönliches Engagement und kollegialer Austausch führten und führen an der Schule zu einer beachtlichen digitalen Kompetenz und Kreativität der Lehrkräfte, ermöglichen einen didaktisch-methodisch sinnvollen Einsatz digitaler Medien im Unterricht.




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